Hilfe, mein Baby schreit!

Endlich ist es soweit: Das Baby ist in seinem neuen Strampelanzug herausgeputzt, keck mit passender Mütze und Halstuch. Es ist bereit für den ersten Fototermin. Die Scheinwerfer gehen an, Mama versucht das Kleine zu einem Lächeln zu animieren. Alle sind in freudiger Erwartung auf den perfekten Foto-Moment. Doch der Nachwuchs hat es sich anders überlegt und brüllt aus lautem Halse. Tränen kullern über die kleinen Wangen und die Gesichtsfarbe wechselt von zart-rosig in ein kräftiges Rot. Die gute Atmosphäre für ein entspanntes Foto-Shooting ist nun dahin. Wie kann man ein schreiendes Baby nun schnell beruhigen? Muss der Foto-Termin gar auf einen anderen Tag verschoben werden?

 

Was fehlt dem Baby?

Vorab eine weniger gute Nachricht: Ein Patent-Rezept, um weinende Kinder zu beruhigen gibt es nicht. Jedes Kind ist anders und reagiert auch anders als seine Altersgenossen. Während die einen sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und neugierig ihre Umgebung wahrnehmen, bedeutet für andere schon eine kleine Veränderung Stress. Je jünger das Baby ist, desto ungewisser ist die Situation. Nun ist es Aufgabe der Eltern, die Lage zu entschärfen, denn sie kennen ihr Baby am besten. Viele Mütter und Väter spüren instinktiv, was der Nachwuchs braucht. Warum gefällt dem Baby das Foto-Shooting nicht? Ist die Umgebung zu hektisch, die Scheinwerfer zu grell? Fest steht, dass das Kind mit der Situation unzufrieden ist. Die einzige Möglichkeit, dies den Eltern mitzuteilen ist durch Schreien. Um das weinende Baby zu beruhigen, empfiehlt es sich, einen kleinen Fragenkatalog gedanklich durchzugehen. Auf diese Weise lässt sich meist schnell ermitteln, warum sich der Nachwuchs nicht wohl fühlt.

 

Hunger? Müde? Nass? Krank?

Wann wurde das Baby zuletzt gefüttert? Ein Foto-Termin kann nur gelingen, wenn das Kleine satt und zufrieden ist. Mama sollte deshalb das Baby kurz vor dem Termin stillen oder die Flasche geben. Auch kann das Shooting für eine kurze Stillpause bestimmt unterbrochen werden. Schwieriger wird es, wenn ein Kind wegen Müdigkeit schreit. Das Baby wird in diesem Fall erst aufhören zu schreien, wenn es eingeschlafen ist. Viele Babys brüllen, wenn sie eine nasse oder schmutzige Windel haben. Sauber und trocken verbessert sich ihre Laune sofort. Merken Eltern jedoch, dass sich das Kind sehr warm anfühlt und Fieber haben könnte, sollte das Foto-Shooting abgebrochen werden.

 

Kleine Sofort-Maßnahme: Hochnehmen

Viele Babys tendieren dazu, immer lauter und hektischer zu schreien, wenn man das Schreien ignoriert. Hat sich ein Baby einmal „eingeschrien“, ist es nur sehr schlecht zu beruhigen. Besser ist es deshalb, wenn Mama möglichst schnell auf das Unwohlsein des Kleinen reagiert. Eine gute Sofort-Maßnahme ist es, das Baby hoch zunehmen. Eventuell hat es dem Kleinen nur dort nicht gefallen, wo man es zum Fotografieren drapiert hat. Sehr kleine Babys kommen schneller zur Ruhe, wenn man den Raum verlässt und einen ruhigen, abgedunkelten Ort aufsucht. Sehr beruhigend auf das Kind wirkt dann Mamas sanfte Stimme oder ein kleines – dem Kind bekanntes – Schlaflied. Ein kurzer Spaziergang mit dem Kinderwagen kann die Situation ebenso entschärfen. Hebammen empfehlen oft, das Baby zu „Pucken“. Dabei wird eine Decke um das Kind gewickelt, damit es sich warm und geborgen fühlen kann. Größere Babys lassen sich oft von einem neuen, ihnen unbekannten Spielzeug ablenken und hören mit dem Schreien auf. Dies funktioniert jedoch nur bei Kindern, die bereits zuhause schon mit Spielzeug spielen. Eine Spieluhr ist schon für Babys mit 2 Monaten interessant, eine Rassel oder Greif-Spielzeug erst mit 4-6 Monaten.

 

Entspannte Eltern – entspannte Kinder

Die schönsten Baby-Fotos gelingen, wenn Eltern schon im Vorfeld dafür sorgen, dass der Nachwuchs zufrieden ist. Ist das Baby satt, ausgeschlafen, trocken, gesund, nicht zu warm oder zu luftig angezogen, die ungewohnte Atmosphäre nicht zu hektisch, steht einem gelungenen Shooting nichts entgegen. Auch der Fotograf wird sich darum bemühen, dass sich das Baby wohl fühlt und entsprechend mehr Zeit einplanen. Denn viele Babys sind sensibel und spüren, wenn ihre Eltern nervös sind. Sind jedoch auch die Eltern entspannt, so kann der perfekte Foto-Moment kommen.